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Kyffhäuserkameradschaft Jühnde

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Anna-Mareike Spielmann

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Die Kyffhäuserkameradschaft Jühnde ist heute ein schießsporttreibener Verein mit ca. 70 Mitgliedern.

Auf unserer Schießanlage stehen 3 Kleinkaliberstände, 3 Luftgewehrstände sowie ein Stand für das Armbrustschießen zur Verfügung.

Neben zahlreichen Vereinsveranstaltungen richten wir jedes Jahr am Gründonnerstag des Ostereierschießen im Ort aus sowie jedes Jahr zur Kirmes das traditionelle "Pokalschießen der Vereine", wo auch das Volkskönigspaar ausgeschossen wird.

Für Fragen oder sonstige Auskünfte steht der Vorstand gern zur Verfügung oder schaut einfach mal vorbei. Wir freuen uns auf jeden Besucher und wer weiß, vielleicht ist unsere Kameradschaft ja auch etwas für Dich!


 

Geschichte der Kyffhäuser Kameradschaft Jühnde

Am 26. Februar 1888 gründeten „23 deutsche Männer aus Jühnde“, so berichtet die Vereinschronik, den „Kriegerverein Jühnde“, der kurz danach in den deutschen Kriegerbund aufgenommen wurde. Dieses Datum ist die Geburtsstunde der Kyffhäuser Kameradschaft Jühnde, die somit 125 Jahre besteht. Die Vereinsarbeit ruhte allerdings nach dem Verbot im Jahre 1943 bis zur Wiedergründung  am 1. Januar 1954, also rund 10 Jahre. Gleichwohl kann die Kameradschaft auf eine 125jährige Geschichte und Tradition zurückblicken, die durch eine gewissenhaft geführte Vereinschronik lückenlos belegt ist.

Zu vermerken ist, dass in den ersten Jahren auch Männer aus den Nachbarortschaften Barlissen, Meensen und Volkerode dem Verein angehörten. Genannt werden hier fünf Kameraden aus Barlissen, drei aus Meensen und einer aus Volkerode.

Auch heute noch beschränken sich unsere Kameraden und Kameradinnen nicht nur auf unser Dorf Jühnde. Mitglieder unserer Kameradschaft kommen aus Lemshausen, Göttingen, Heuthen, Güntersen, und Flensburg.

Wie überall im damaligen Deutschen Reich mögen in diesen Jahren wohl gerade die gemeinsamen Kriegserlebnisse aus den Jahren 1866 und 1870/71 und die im Felde erlebte Kameradschaft Anlass gewesen sein, dass auch in Jühnde die ehemaligen Soldaten zur Gründung eines Kriegervereins zusammenfanden. Auch die aus Kameradschaft erwachsene gegenseitige Hilfsbereitschaft und die Sorge um Witwen und Waisen zieht sich gleichsam als roter Faden durch die Vereinsgeschichte. So ist es sehr bemerkenswert nachzulesen, welche Unterstützungsbeiträge an Kameraden, an Witwen und Waisen gezahlt wurden. Der Monatsbeitrag betrug anfangs ganze 25 Pfennige, wovon bereits im ersten Vereinsjahr 27 Mark als Unterstützung ausgewiesen wurden. Für damalige Verhältnisse eine spürbare Hilfe.

Bis 1902 erfolgte eine deutliche Zunahme der Mitgliederzahlen. Dann ist ein kurzer Einbruch der Zahlen zu vermerken. Dieser begründete sich auf einem Beschluss des Bundesvorstandes, dass alle „Nichtgedienten“ wieder austreten. Aus heutiger Sicht und mit den Grundsätzen des Kyffhäuserbundes als Volksbund nicht zu vereinbarender Beschluss. Aber damals war es nun mal so, man nannte sich ja auch ganz bewusst „Kriegerverein“.

Nach dem Verbot – ein neuer Anfang

Als das Verbot des Kyffhäuserbundes aufgehoben wurde waren sich auch in Jühnde die ehemaligen Kyffhäuserkameraden sehr bald einig, den Verein wieder aufleben zu lassen. Am 1. Januar 1954 fand die Wiedergründungsversammlung bei Kamerad August Bick statt. Den Vorsitz übernahm Karl Bete, der dem Verein bereits 1942-1943 vorgestanden hatte.

Wenn auch viele der ehemaligen Mitglieder wieder beitraten, so blieben manche Ehemalige aber auch abseits stehen, zu tief hatte sie das Kriegsgeschehen getroffen und ihnen den Mut für einen Neubeginn genommen.

Sportliches Schießen

Das sportliche Schießen in der KK Jühnde hat schon sehr früh begonnen. Dabei galt es niemals dem Selbstzweck, sondern war immer unter dem Gesichtspunkt einer geselligen, kameradschaftlichen  Betätigung eingeordnet. Die Freude am Schießsport selbst stand stets über dem Streben nach herausragenden Leistungen und Siegen.

Die „Geschichte“ des Schießens in der KK Jühnde beginnt am 29. August 1902 mit der Anschaffung von 8 Gewehren Modell 71/84. Diese Gewehre sollten aber wohl, daher auch die große Anzahl, als Salutgewehre dienen.

Ein Jahr später, am 2.9.1903 fand am „Sedanstag“ das erste Preisschießen statt, das sich in den folgenden Jahren wiederholte.

Der erste Weltkrieg brachte aber eine längere Unterbrechung. Erst im März 1926 wird wieder über das Schießen berichtet. In diesem Jahr wurde auch der Beschluss gefasst einen Schießstand am Schedener Stieg zu bauen, der noch im selben Jahr eingeweiht wurde. Geschossen wurde hier mit den Militärgewehren Modell 98. In dieser Zeit wird auch erstmals der Schützenkönig erwähnt.

Auch das erste Schießen mit dem Kleinkalibergewehr fiel in diese Zeit. 1929 führte man auf Oershausen das erste Schießen mit dieser neuen Waffe durch. Offenbar fanden die alten Soldaten an dieser Waffenart aber wenig Gefallen, es knallte wohl nicht genug, denn 1930 schaffte man zwei Wehrmann Büchsen, umgebaute Modelle 98, an und errichtete einen neuen Schießstand im „Heiligenholz“.

Dieser war mit Tischen und Bänken versehen, die Möglichkeiten zur kameradschaftlichen Runde beim Schießen boten. In diesem Jahr wurde auch erstmals das traditionelle Kirmesschießen ausgerichtet. Dieses wird noch heute alle Jahre durchgeführt. Lange Jahre hat es die Schützensparte für die ganze Gemeinde übernommen. Nachdem diese nun leider ruht hat die Kameradschaft im letzten Jahr erstmals wieder die Ausrichtung übernommen.

Bis zum Jahre 1938 fanden nunmehr regelmäßig zwei bis drei Schießen in jedem Jahr statt. Diese waren jedes Mal kleine Volksfeste. Unter Begleitung vom Gesangverein und kleinem Spielmannszug rückte man zum Schießstand aus, wo dann bald die Büchsen knallten und das ein oder andere Bier die wackeren Schützen labte. Beim Rückmarsch trug der Schützenkönig die hölzerne Scheibe stolz vor sich her, die dann an seinem Haus feierlich angenagelt wurde.

Mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges kam das Schießen im Heiligenholz zum Erliegen. Zudem war in Gemeinschaftsarbeit mit der Gemeinde im Galgenkamp ein neuer Kleinkaliberstand errichtet worden und bis 1942 fanden nun hier regelmäßig Kleinkaliberschießen statt. In diesem Jahr beteiligte sich die Kameradschaft auch erstmals an einem Kreisschießen.

Nach dem Wiederaufleben der Vereinstätigkeit im Jahre 1954 begann auch wieder der Schießbetrieb mit dem Kleinkalibergewehr. Besonders sind in den folgenden Jahren die häufigen Vergleichs- und Freundschaftsschießen mit den anderen Vereinen und dem Bundesgrenzschutz hervorzuheben.

Auch an den Kreisverbandsschießen wurde seit 1962 teilgenommen, auch wenn die Teilnahme nicht in jedem Jahr möglich war. Die Schießwarte der Kameradschaft vermochten es aber immer mit Ideen und Einfallsreichtum, den Schießbetrieb zu aktivieren und interessant zu gestalten.  Von einer regen Beteiligung zeugen auch die vielen Schießauszeichnungen, die die Jacken so mancher Kameradin und Kameraden schmücken.

Für die Schießveranstaltungen stand früher das Jühnder Schützenhaus, das von der Schützensparte des TSV verwaltet wurde, zur Verfügung. Nach dem Hausbau wurde die Mitbenutzung des Schießstandes im kameradschaftlichen Einvernehmen beschlossen und fortgeführt.

 

 

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